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Schalldämmung Boden – Trittschalldämmung

Trittschall ist eine besondere Form von Körperschall, der sich hauptsächlich über den Boden, aber auch über die Wände ausbreitet. Er ist dafür verantwortlich, dass wir z.B. die Schritte der Nachbarn über uns hören können. Vor allem in Mietshäusern und Altbauten sorgt Trittschall ohne eine effektive Dämmung immer wieder für Streitigkeiten. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, wie Sie Ihren Boden erfolgreich gegen Trittschall dämmen können.

Trittschall – Entstehung und Ausbreitung

Für eine erfolgreiche Bodendämmung ist es hilfreich, zu verstehen, wie Trittschall entsteht und wie er sich im Gebäude ausbreitet. Durch Gehen auf dem Bodenbelag – vor allem mit Schuhen – wird dieser in Schwingung versetzt und Schallwellen wandern durch das Mauerwerk in darunterliegende Räume, wo sie als Luftschall hörbar werden. Dabei wird Schall nicht nur direkt durch den Boden übertragen, sondern auch indirekt über angrenzende Wände.

Ohne <a href='/info/de/schalldaemmung' title='Was ist Schalldämmung?'>Schalldämmung</a> wird Trittschall über Boden und Wände übertragen.

Ohne Schalldämmung wird Trittschall über Boden und Wände übertragen.

Um Schallbrücken zu vermeiden, ist es daher notwendig, den Belag nicht nur vom Massivboden, sondern auch von den Wänden zu entkoppeln.

In einzelnen Fällen ist es sogar sinnvoll, eine gemeinsame Trennwand durch die Errichtung einer Vorsatzschale zu isolieren. Dabei wird, am besten auf beiden Seiten der Wand, eine Trockenbauwand mit einer Füllung aus Schalldämmmatten errichtet, die keine starre Verbindung zur Massivwand hat. Dadurch werden zwei Räume schalltechnisch voneinander entkoppelt, was die Schallübertragung in benachbarten Räumen stark vermindert.


Schalldämmung einer Wand mit Vorsatzschale – so geht's!
Schallisolierung/ Schalldämmung einer Wand
Erfahren Sie in unserem aixFOAM Wissen Beitrag, wie Sie eine Wand mit einer Raum-in-Raum Lösung effektiv dämmen können.

Trittschalldämmung verlegen – So geht’s!

Generell lassen sich Gehgeräusche und Trittschall natürlich auch durch das Auslegen eines dicken Teppichs dämpfen, allerdings müsste dieser raumgroß und dicht gewebt sein. Anforderungen, die sich im Alltag häufig schon aus ästhetischen und praktischen Gründen (Küche, Badezimmer) nur schwer erfüllen lassen.

Deutlich effektiver ist das Verlegen einer Trittschalldämmung unter dem Fußbodenbelag, vor allem bei harten, aber schwingenden, bzw. schwimmend verlegten Bodenbelägen wie Holzdielen, Parkett oder Laminat. Hierfür kommen verschiedene Dämmmaterialien wie spezielle Folien aus Polyethylen (PE-Folien) oder Schalldämmmatten aus Akustikschwerschaum (Verbundschaumstoff) zum Einsatz.

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PE-Schaumfolie als Trittschalldämmung zum Verlegen

Tipps für das Verlegen Ihrer Trittschalldämmung unter dem Bodenbelag

    1. Passen Sie die Dämmung an Ihren Bodenbelag an!
      Bei stabilen Belägen wie einem Dielenboden empfehlen sich etwas dickere Schalldämmplatten aus Verbundschaum. Diese Platten sind vergleichsweise weich und dadurch besonders effektiv in der Schallabsorption. In Kombination mit weniger stabilen Belägen, etwa sehr dünnem Klick-Laminat oder bei Mehrschicht-Parkettböden, können die Platten jedoch die Trittsicherheit gefährden. In diesem Fall sollte die Wahl für die Dämmung eher auf eine dünnere Dämmfolie oder Platten in einer geringeren Stärke fallen. Alternativ kann die Schalldämmung zusätzlich mit einer Holzspanplatte abgedeckt und der Boden so stabilisiert werden.

      Bedenken Sie auch den Platz, den Sie für Ihren Bodenaufbau inklusive Dämmung benötigen. Wenn möglich, wählen Sie die Stärke des Dämmmaterials so, dass vorhandene Türen nicht gekürzt oder Sockelleisten angehoben werden müssen.
    1. Vorbereitung des Untergrunds
      Vor dem Auslegen der Bodendämmung sollte der Untergrund möglichst eben und frei von Verunreinigungen sein. Beheben Sie daher Unebenheiten und Schäden im Boden mit Reparatur- oder Ausgleichmasse. Reinigen Sie den Untergrund im Anschluss mit dem Besen oder Staubsauger.
    1. Anbringen des Dämmstreifens entlang der Wände
      Um zu verhindern, dass der Bodenbelag später Kontakt zu den umliegenden Wänden hat, muss ringsum ein Streifen aus Dämmmaterial angebracht werden. Nach dem Verlegen des Bodens kann der Streifen auf Höhe des Belags abgeschnitten werden.
    1. Auslegen der Trittschalldämmung
      Sowohl die PE-Folie, zumeist Rollenware, als auch die Schalldämmplatten sollten Stoß an Stoß verlegt werden und die Übergänge mit einem geeigneten Klebeband abgedichtet werden. Außerdem sollten die Platten mit Fugenversatz gelegt werden. Beginnen Sie beim Auslegen am besten an der längeren Wand, das spart unnötigen Schneideaufwand. Um ein Verrutschen der Dämmung zu verhindern, können Sie diese punktuell mit doppelseitigem Klebeband am Untergrund fixieren.

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PE-Folie als Trittschalldämmung wird bahnenweise unter dem Bodenbelag verlegt.

Schwimmend verlegter Estrich

Die effektivste Möglichkeit, die Übertragung von Trittschall zu verhindern, ist die „schwimmende“ Verlegung von Estrich. Das bedeutet, dass der Estrich keinerlei Verbindung zum Boden oder den angrenzenden Massivwänden haben darf. Dadurch werden Schallbrücken vermieden und die Schallübertragung gestoppt.

Unter dem Estrich werden Dämmstoffplatten ausgelegt. Das kann je nach Anforderung in einer oder mehrerer Schichten erfolgen. Auch hier sollten die Dämmplatten auf Stoß und mit Fugenversatz verlegt werden. Werden mehrere Schichten ausgelegt, ist es sinnvoll, die Verlegerichtung bei jeder Schicht zu wechseln. Oberhalb der letzten Schicht sollte umlaufend, entlang der Wände ein Dämmstreifen angebracht werden. Als Abschluss wird eine Folie als Trennschicht ausgelegt, die sowohl die Platten als auch den Randstreifen umfasst. Auf diese Schicht wird im Folgenden der Estrich gegossen. Die Dicke des Estrichs richtet sich nach verschiedenen Faktoren, zum Beispiel der Verkehrslast des Estrichs, der Dicke der Dämmung oder deren Stauchfähigkeit.

Auf dem Estrich wird dann der Bodenbelag oder noch eine weitere dünne Schicht Trittschalldämmung aufgebracht.

Bodendämmung mit Dampfbremse (Feuchtigkeitssperre)

Soll ein Fußboden gedämmt werden, der sich in Erdbodennähe oder über einem Feuchtraum (z.B. Badezimmer) befindet, ist der Einsatz von Schalldämmung mit Dampfbremse empfehlenswert. Selbiges gilt für mineralische Untergründe wie Zementestrich und Böden, in denen Warmwasser-Fußbodenheizungen mitverlegt werden. Eine Dampfbremse verhindert das Aufsteigen von Feuchtigkeit und schützt so den Belag. Dafür kommen entweder spezielle dampfbremsende PE-Folien zum Einsatz oder Schalldämmplatten mit einer aufkaschierten Aluminiumschicht, wie der aixFOAM Membranabsorber. Mit dem dazu passenden Aluminiumtape können die Stoßstellen der Platten lückenlos verklebt werden.

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Schalldämmplatten mit Aluminiummembran schützen Bodenbelag vor Feuchtigkeit

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Aluminium-Tape zum Verkleben der Stoßfugen

Bodendämmung – ein Fall für Profis?

Generell kann die Vorgehensweise zur Auswahl der passenden Dämmmaterialien sowie die Umsetzung der Bodendämmung stark variieren, da diese von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängig ist, wie zum Beispiel:

  • der Bausubstanz (Holz- oder Betondecke, Altbau/Neubau)
  • den Vorgaben an Schall- und Wärmedämmung
  • den Brandschutzanforderungen
  • den verwendeten Heizsystemen (Fußbodenheizung)

Daher ist es im Zweifel immer ratsam, sich professionelle handwerkliche Unterstützung zu suchen und ggf. Rücksprache mit verantwortlichen Vermieter:innen, Architekt:innen oder Brandschutzplaner:innen zu halten.

Wir von aixFOAM unterstützen Sie in jedem Fall gerne, sollten Sie Fragen zur Verwendung unserer Produkte zur Trittschalldämmung haben.

aixFOAM – Die Marke für professionellen Schallschutz

Lösungen für Schallschutz in Wohn-, Arbeits-, Produktions- und Freizeiteinrichtungen sowie in technischen Anwendungen zum Einbau in Maschinen, Fahrzeuge und Geräte: Das ist die Welt von aixFOAM®. Unsere Welt. Wir produzieren aus effektiven Akustikschäumen Lösungen für optimierte Raumatmosphäre, die optisch und akustisch überzeugen.

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